
Eine Bauchdeckenstraffung ist keine kleine Operation. Wenn Sie bei der Genesung Abstriche machen, riskieren Sie Wundheilungsstörungen, Seromanbildung, verdickte Narben oder asymmetrische Ergebnisse. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, was Sie Woche für Woche zu tun haben.
Sie wachen mit einer Drainage und einer Kompressionswäsche auf. Die Haltung ist vorgebeugt, um Spannung auf der Naht zu reduzieren. Schmerzmittel sind intravenös. Am ersten Tag nach der OP stehen Sie auf und gehen einige Schritte – das ist die wichtigste Thromboseprophylaxe.
Die Drainage wird meist an Tag 3 bis 5 entfernt, sobald die Fördermenge unter 30 ml pro Tag fällt. Sie gehen weiterhin leicht vorgebeugt. Spaziergänge im Hotelzimmer, mehrmals am Tag je fünf bis zehn Minuten. Die Kompressionswäsche bleibt 24 Stunden an, außer zum Duschen.
Nach zehn Tagen ist in der Regel die Rückreise möglich. Zu Hause sind Sie weiterhin krankgeschrieben. Sie dürfen Auto fahren, wenn Sie im Notfall ruckartig bremsen könnten – meist erst Woche 3. Heben über fünf Kilogramm ist verboten.
Leichte Büroarbeit ist oft ab Woche 3 möglich, sofern Sie aufstehen und sich bewegen können. Die Haltung wird langsam wieder aufrecht. Die Narbe ist rot, verdickt und unschön – das ist normal und geht über die nächsten Monate zurück.
Ab Woche fünf sind leichtes Gehen und Radfahren auf dem Ergometer erlaubt. Schwimmen nur, wenn die Wunde vollständig verschlossen ist (meist ab Woche sechs). Bauchmuskeltraining ist frühestens ab Woche acht und nur sehr vorsichtig.
Die Narbe durchläuft eine Reifungsphase von neun bis zwölf Monaten. Sie wird heller, weicher und flacher. Silikongel-Auflagen und Druckmassage unterstützen diesen Prozess. Vor zwölf Monaten sollten Sie keine Revisionsentscheidung treffen.
Kompressionswäsche, schriftlichen Nachsorgeplan, Medikamentenliste, WhatsApp-Kontakt zum Team, zwölf Monate telemedizinische Betreuung. Dr. İnalöz ist für Fragen direkt erreichbar. In JCI-akkreditierten Kliniken ist diese Nachsorgequalität Standard – bei Billiganbietern in der Regel nicht.